PA Schwangerschaft

Schwangerschaftskonflikte, juvenile Schwangerschaften, Unfruchtbarkeit und unerfüllte Kinderwünsche und die Armutsbetroffenheit alleinerziehender Mütter, die sich nicht mehr im Stande sehen, ihre Existenz und die ihrer Kinder abzusichern, sind Themen, mit welchen die Beraterinnen der burgenländischen Frauenberatungsstellen tagtäglich befasst sind.

Ausgangslage

Frauenberatungsstellen sind die erste Anlaufstelle für Frauen mit Schwangerschaftskonflikten. Hier erhalten Klientinnen auf kostenloser und vertraulicher Basis Informationen über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten, Begleitung bei der Entscheidungsfindung bezüglich pränatal-diagnostischer Maßnahmen, Informationen über Schwangerschaftsabbrüche und alternative Unterstützungsmöglichkeiten in schwierigen persönlichen Lebenssituationen. Nach der Geburt kann pädagogische Beratung  in Anspruch genommen werden, in finanziellen Notsituationen bemühen sich die Mitarbeiterinnen um Soforthilfemaßnahmen in Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten GeldgeberInnen.

Aufgrund dieser Erfahrungen haben sich die Fachfrauen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden, mit dem Ziel, auf die häufig sehr belastende Situation schwangerer Frauen aufmerksam zu machen und Strategien zur Verbesserung der Unterstützungsangebote zu entwickeln.

Armut verschärft die Probleme

Die zunehmende Bedrohung durch Armut trifft alleinerziehende Frauen besonders hart. Jungen mittellosen Müttern steht im Burgenland kein Mutter-Kind-Heim zur Verfügung, in welchem sie ganzheitliche Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Kinderversorgungspflichten erhalten könnten.

Die Sicherung einer Erstausstattung für Säuglinge, wie auch die Installierung von Tauschbörsen für Babykleidung und Kinderbedarf, stehen auf der Wunschliste der Frauenberatungsstellen für mittellose Schwangere, im Sinn einer angemessenen Absicherung von Grundbedürfnissen Neugeborener.

In Schwangerschaftskonfliktsituationen sollte die freie Entscheidung, ein Kind zur Welt zu bringen und für dieses angemessene Verantwortung zu übernehmen, nicht von finanziellen Mitteln abhängen und für einkommensschwache Familien damit nicht möglich sein. Daher fordern die Mitarbeiterinnen der burgenländischen Frauenberatungsstellen die Einrichtung eines Fonds zur Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen, welche derzeit nur in anderen Bundesländern durchgeführt werden können.

Erweiterung der Ressourcen zur Aufklärung und Unterstützung

Um den Bedürfnissen von Schwangeren, werdenden Eltern und Jungfamilien gerecht werden zu können, bedarf es einer Aufstockung von Ressourcen auf unterschiedlichen Ebenen

§         Erstlingsausstattung für Neugeborene

§         Fond zur Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen

§         Gut betreute Unterkunft für junge Mütter

§         Workshops als Präventionsmaßnahmen für Mädchen in Zusammenarbeit mit MonaNet zum Thema ?Sexualität/Verhütung?

§         Zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen  von Mitarbeiterinnen der Frauen- und Familienberatungsstellen

§         eventuell  eine Spezialisierung auf Fachbereiche rund um die Themen ?Schwangerschaft und Geburt? innerhalb der einzelnen Frauenberatungsstellen

§         Aufstockung des Budgets im Bereich Gesundheit und Familien von Seiten des Landes Burgenland und der zuständigen Ministerien, um diese Vorhaben schrittweise in die Tat umzusetzen!

 

Design & Umsetzung von Alex Riederer´s webfactory | DAFF - Dachverband der Burgenländischen Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen AGB | Impressum