Pressekonferenz in Eisenstadt

Warum der DAFF?

Um gemeinsame größere, landesweite Projekte abwickeln zu können (wie z.B. EU-Projekte), so können wir gemeinsam Unterlagen erstellen, einreichen und bearbeiten. Zudem sind wir auch immer mehr eingeladen, die Frauenberatungsstellen in Beiräten, Ausschüssen oder anderen Gremien zu vertreten. Durch die Errichtung einer gemeinsamen Website und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit bieten wir auch den Frauen und Mädchen im Land verstärkt eine Plattform, sich Rat und Hilfe zu holen, sich weiter zu bilden, zu qualifizieren oder ihre Ideen gemeinsam mit uns weiter zu entwickeln. Wie funktioniert die Vernetzung? Die Vernetzung untereinander ist ein wichtiger Schwerpunkt der Aufgaben und Ziele des Dachverbandes.

In den sieben burgenländischen Frauenberatungsstellen arbeiten an die 40 Frauen. Frauen aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen, z.B. Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Psychologinnen, Erwachsenenbildnerinnen, Supervisorinnen und Therapeutinnen. An die 40 Frauen, die unterschiedlichste Berufserfahrungen und Themenschwerpunkte in ihre tägliche Arbeit einbringen. Im Rahmen der regelmäßigen Jours fixes nutzen wir diese Ressourcen, um von einander zu lernen, uns gegenseitig zu schulen und Wissen und Erfahrungen auszutauschen. Daraus haben sich auch bereits Arbeitsgruppen gebildet, die an Themen wie z.B. Schwangerschaftskonflikte und Schwangerschaftsabbruch oder Frauen und Armut intensiv arbeiten. 

Frau - Macht - Geld

Das Projekt wurde im Mittel- und Südburgenland als Kooperationsprojekt durchgeführt. Im Bezirk Oberpullendorf war der Schwerpunkt auf dem Thema "Schulden und Umgang mit Geld in den privaten Haushalten", dazu wurden Workshops in 13 Gemeinden durchgeführt, eine Ausstellung organisiert, sowie eine Filmpräsentation mit Diskussionsveranstaltung.

In den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf lag der Schwerpunkt auf dem Thema "Frauen und Einkommen", in einzelnen Gemeinden wurden Vorträge, Diskussionsabende und Workshops organisiert. Begleitend fand auf Burg Schlaining ein großer Frauenkongress zum Thema statt.

Das Projekt wurde ergänzt durch drei öffentliche Publikationen: 2 Ausgaben der Frauenzeitschrift "JOSEFA" widmeten sich den Projektinhalten und eine Broschüre wurde herausgegeben zum Thema "Frauen und Vermögen", die sich vor allem auch den juristischen Fallen im Umgang mit Geld widmet (Haftungen, Bürgschaften, etc.)

Beschreibung der Ausgangslage Die Beraterinnen der Burgenländischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen wurden während der vielen Jahre ihres Bestehens immer wieder mit prekären Existenzlagen, finanziellen Problemen und Überschuldung von Frauen und Familien konfrontiert. Ebenso mit der Tatsache, dass es für Frauen noch weniger Möglichkeiten als für Männer gibt, beruflich zu höherem Einkommen zu gelangen.

Kaum die Hälfte der in den Beratungsstellen Oberpullendorf, Oberwart und Güssing/Jennersdorf begleiteten Frauen sind vollzeitbeschäftigt. Die Marke jener, die mit ihrem Einkommen ein halbwegs gutes eigenständiges Leben bestreiten könnten, ist noch wesentlich geringer. Zielsetzung Frauen verdienen mehr: Im Optimalfall hat sich nach Beendigung des Projektes der Informationsstand im Hinblick auf Strukturen, Größen und Konsequenzen der Benachteiligung von Frauen wesentlich erhöht. Als Konsequenz steigt die Anzahl der Bürgermeisterinnen und Gemeinderätinnen mit steigender Tendenz hin zu praktikablen Strategien zur Erhöhung der Verteilungsgerechtigkeit im Hinblick auf Macht und Einfluss.

Wer hat mein Geld - Wege aus der Schuldenfalle: Im Bezirk Oberpullendorf wird das Thema "Geld und Schulden in privaten Haushalten" durch die Workshops in den Gemeinden sehr breit diskutiert, die Öffentlichkeit wird begleitend informiert. Frauen und Männer in den Gemeinden nehmen an den Workshops teil, lernen dabei mehr über ihren persönlichen Umgang mit Geld und vermeiden so den Weg in die Schuldenfalle. Zeitrahmen: 01. September 2008 - 30. Juni 2010 Einige der Ergebnisse sind nachzulesen unter www.frauenberatung-oberwart.at/download/Josefa2_08.pdf

TOMY – Toys Of My Grandparents www.toysofmygrandparents.com

Ein EU-Projekt aus dem Bereich Lebenslanges Lernen, Förderschiene Grundtvig. Ziel des Projektes ist die Verbindung von alten Spielzeugen und Erinnerungen mit der modernen Computertechnologie. Zielgruppe sind Frauen und Männer ab 50, die bisher wenig oder gar keinen Zugang zu IKT hatten. Mittels Basisqualifizierung in PC-Kursen werden diese Frauen und Männer ermächtigt, die Geschichte der Spielzeuge ihrer Kindheit aufzuschreiben, Fotos davon zu bearbeiten, diese nachzuzeichnen oder deren Geschichte im Internet aufzuspüren. Die Partner des Projektes kommen aus Tschechien, Deutschland, Polen, Rumänien, Bulgarien, der Türkei und Spanien.

In allen Ländern wurden PC-Kurse mit Frauen und Männern 50 + durchgeführt, die Inhalte wurden zuvor verschriftlicht und waren einheitlich: Basiskenntnisse in MS Word, MS Painting, MS Excel, Internet und E-Mails. Den Schwerpunkt im Projekt haben die Länder dann selbst gewählt: manche schneiderten die Puppe ihrer Kindheit und verwendeten für die Dokumentation des Prozesses ihre neugewonnen PC-Kenntnisse, oder es wurden alte Spielzeuge nachgezeichnet oder –konstruiert.

Unser Schwerpunkt lag auf dem Schreiben von „Spielzeug-Geschichten“ oder Kindheitserinnerungen. Mit dieser Idee konnten wir unsere Partnerinnen so begeistern, dass sie auch Geschichten geschrieben haben. So konnten wir das vorliegende Buch gemeinsam schreiben. Es enthält jetzt „Stories of our grandparents“ – Geschichten aus 7 europäischen Ländern in der jeweiligen Originalsprache und in englischer Übersetzung.

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